Sicher ist sicher: Der Hund im Auto

Mit dem Hund im Auto sicher reisen

Ob bei kurzen Fahrten mit dem Auto oder auf der Urlaubsreise: Unser treuer Begleiter freut sich meist, wenn er mit seiner Familie mitfahren darf und nicht allein bleiben muss. Einzig bei unzumutbar langen Fahrten oder für Hunde wenig geeigneten Zielgebieten ist es vielleicht besser für das Tier, am Heimatort eine gute Betreuung für die Zeit der Abwesenheit seiner Familie zu haben.

Wie aber sollte man am besten den Hund im Auto transportieren? Bello mag vielleicht begeistert ins Fahrzeug hüpfen, dennoch auf jeden Fall nicht ungesichert auf dem Beifahrersitz oder im Fond des Wagens! Auch wenn in den Medien oft Hunde zu sehen sind, die scheinbar fröhlich ihren Kopf aus dem Fenster stecken und die Ohren im Wind flattern lassen: Hier droht nicht nur eine saftige Bindehautentzündung für das Tier, sondern im schlimmsten Fall Lebensgefahr für Hund und menschliche Fahrzeug-Insassen. Sei es, dass der Hund durch Ablenkung oder eine Schreckreaktion plötzlich seinen Platz verlässt und womöglich den Fahrer behindert, oder dass durch ein unerwartetes Brems- oder Ausweichmanöver das Tier durch das ganze Auto geschleudert wird. Die dabei wirkenden Kräfte sind enorm und bedeuten ein hohes Schadensrisiko für alle Beteiligten. Versicherungen sehen das im Schadensfall übrigens genauso.

Sicherungspflicht für Hunde im Auto

Gibt es auch durch den Gesetzgeber in Deutschland keine genauen Vorgaben für den Transport des Hundes im Fahrzeug, so muss das Tier dennoch wie jede "Ladung" unterwegs gesichert werden, unabhängig von der Dauer der Fahrt. Bei Nichtbeachtung kann ein Bußgeld fällig werden, das bei einer Gefährdung oder gar Sachbeschädigung höher ausfällt. Davon abgesehen liegt uns ja die Gesundheit unseres Vierbeiners sowie unsere eigene und die der anderen Verkehrsteilnehmer am Herzen. So sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, sich vorweg um die optimale Unterbringung vom Partner Hund unterwegs Gedanken zu machen. Auf jeden Fall muss sichergestellt werden, dass das Tier bei einem Unfall nicht durch den Innenraum geschleudert werden kann.
Bei Reisen ins Ausland ist es ratsam, sich vorher über etwaige Vorschriften des Ziellandes zu erkundigen, damit es ein entspannter Urlaub wird.

Hund im PKW-Innenraum transportieren

Kleine Hunde lassen sich noch relativ leicht im Fahrgastraum sichern, am besten in einer geeigneten, festen Tragebox, die quer zur Fahrtrichtung hinter die Vordersitze gestellt oder auf dem Rücksitz angeschnallt wird.
Für kleine wie große Hunde sind auch spezielle Gurte erhältlich, mit denen der Hund auf dem Rücksitz an einem Gurtschloss festgeschnallt wird. Dies immer in Kombination mit einem speziellen, perfekt sitzenden Sicherheitsgeschirr (keinesfalls Halsband), um sicherzustellen, dass das Tier z. B. bei einer Vollbremsung weder aus dem Geschirr rutscht noch Verletzungen erleidet oder sich stranguliert. Generell ist diese Lösung eher für kleinere, leichte Hunde zu empfehlen, bei denen bei plötzlichen Fahrmanövern das Geschirr weniger Druck ausübt und damit das Verletzungsrisiko geringer ist, wie auch die Belastung für das Gurtschloss.
Hunde-Transportdecken für die Rückbank, die zwischen den vorderen und hinteren Kopfstützen befestigt werden, können die Bezüge schonen und dem Hund ein bequemeres Liegen ermöglichen, sollten aber grundsätzlich immer mit einem Auto-Gurtgeschirr kombiniert werden.

Den Hund im Kofferraum sichern

Der Transport im Kofferraum ist vielleicht die sicherste Möglichkeit, mit Ihrem vierbeinigen Hausgenossen zu reisen. Voraussetzung ist natürlich ein geeignetes Fahrzeug wie z. B. ein Kombi, das dem Hund im Kofferraum ausreichend Platz und Luftzirkulation bietet.
Eine Möglichkeit dabei: den Kofferraum abtrennen mit einem stabilen, passenden Gitter, so dass der Vierbeiner den gesamten Kofferraum zur Verfügung hat und dabei Sichtkontakt zu seinen Bezugspersonen halten kann. Das spezielle Gitter wird i. d. R. dauerhaft im Auto montiert und kann auch als Gepäcksicherung dienen. Allerdings eher nicht gleichzeitig mit dem Hund, und auch ein Umklappen der Rücksitzlehnen zu temporären Vergrößerung des Laderaums ist schwer mit montiertem Gitter möglich. Ein weiterer Nachteil dieser für den Hund sonst komfortablen Lösung ist die geringe "Knautschzone" im Fall eines Auffahrunfalls sowie die Gefahr, dass das Tier beim Öffnen der Heckklappe direkt herausspringt, falls es nicht zusätzlich mit Sicherheitsgeschirr gesichert ist - schlimmstenfalls in den fließenden Straßenverkehr.
Für optimal halten wir eine stabile Hunde-Autobox für den Kofferraum, worin der Hund sicher und geschützt mitfahren kann und das Fahrzeug gleichzeitig vor Verschmutzung geschützt ist. Die seitlichen Wände der Box halten Zugluft ab und vermitteln dem Tier Geborgenheit, die Gittertür verhindert ein unbeabsichtigtes Herausspringen und sorgt für Belüftung. Zudem kann je nach Größe noch zusätzliches Gepäck neben der Box transportiert werden, ohne den Hund zu stören oder zu gefährden. Die meisten unserer Modelle verfügen über einen Notausstieg hinten, um den Hund nach einem Unfall über die Rückseite aus der Transportbox befreien zu können. Im Idealfall wird der Hund schon im Haus an die Box gewöhnt und fühlt sich später im Auto gleich darin wohl. Alu-Transportboxen, wie Sie sie bei uns erhalten, sind bei aller Stabilität relativ leicht.

Hundeboxen im SAUERLAND Onlineshop

Die Hundebox fürs Auto: Wie groß soll sie sein?

Hunde unterscheiden sich je nach Rasse, Körperbau und auch individuellen Vorlieben, so dass wir bei unseren Hundebox-Modellen nur grobe Empfehlungen zur Orientierung aussprechen können. Generell sollten Sie die Autobox so groß wählen, dass Ihr Hund bequem hinein kommt und komfortabel darin liegen kann, ohne in Kurven und bei Bremsmanövern zuviel zu rutschen. Mit einer passenden Einlegematte beugen Sie dem zusätzlich vor und erhöhen den Komfort Ihres Tieres. Bitte messen Sie vor dem Kauf sorgfältig aus, ob die gewählte Transportbox in Ihr Fahrzeug passt.

Für zwei Hunde auf Reisen bieten wir auch Hunde-Doppelboxen mit Unterteilung an.
Sie haben gar keinen Kombi? Wir haben auch eine Hunde-Transportbox mit erhöhter Tür für Fahrzeuge mit Ladekante im Sortiment.

Der Hund im Auto bei Hitze oder Kälte - Hilfsmittel für angenehmen Temperaturausgleich

Natürlich sollten Sie Ihr Tier im Fahrzeug keinen extremen Temperaturen aussetzen. Besonders im Sommer kommt es immer wieder zu Hitzschlag und tragischen Todesfällen, weil Hunde im Auto bei Hitze zurück gelassen werden. Auch in wenigen Minuten kann sich der Fahrzeug-Innenraum so stark aufheizen, dass Lebensgefahr droht, selbst bei leicht geöffneten Fenstern. Achten Sie ruhig darauf, dass schon bei Fahrtantritt für das Tier verträgliche Temperaturen im Wagen herrschen, indem Sie nötigenfalls die Klimaanlage oder Kühlung eine Weile arbeiten lassen, bevor der Hund seinen Platz im Auto einnimmt.
Während der Fahrt, im Stau oder bei der Rast können Kälte, Sonneneinstrahlung oder langes Liegen mit nassem Fell dem Hund zusetzen. Geeignete Unterlagen können hier auf einfache Weise das Wohlbefinden des Hundes steigern und Temperatur-Stress entgegen wirken:

  • Kühlmatten, die idealerweise ganz ohne Aufladung eine kühlende Oberfläche bieten.
  • Mobile Heizmatten oder Heizplatten mit Anschluss für den Kfz-Zigarettenanzünder, die angenehm wärmen und nasses Fell schnell trocknen lassen.

Diese Unterlagen schonen außerdem das Fahrzeug vor Verschmutzung und lassen sich meist einfach abwischen.

Ihnen und Ihrem Hund allzeit gute Fahrt!